Pfarre Bad Ischl
Pfarrbibliothek
Erwin Hölzl: Daheim beim Obermitteregger
Erwin Hölzl, der pensionierte Bezirksschulinspektor von Perg, erzählt von seiner Kindheit und Jugend im Elternhaus in Dauerbach (Gemeinde Unterweißenbach):
Von der schweren Arbeit am Bauernhof, zu der selbstverständlich auch die Kinder herangezogen wurden, von den engen Wohnungsverhältnissen, wo sich drei Kinder ein Bett teilen mussten, und von den streng geordneten Familienstrukturen, die alles andere als idyllisch waren.
In sehr persönlicher Weise und ohne sentimental zu sein lässt Hölzl uns am Leben der damaligen Zeit Anteil nehmen und zeigt, wie innerhalb von Jahrzehnten diese Lebenswelt beinahe völlig verschwunden ist.
Musikalisch umrahmt wird die Lesung von der Lärchenwaldmusi aus Bad Ischl
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Die Schreibrunde der Pfarrbibliothek
Vor mehr als 15 Jahren wurde die Idee, sich einmal im Monat zu einem gemeinsamen Schreiben zu treffen, geboren und unter der Leitung von Frau Ehrentraud Sommerbauer einige Jahre gestaltet. 1998 kam ich nach längerer Abwesenheit wieder nach Bad Ischl und erfuhr von dieser Runde Schreibender. Ich überwand meine anfängliche Scheu und fragte, ob ich teilnehmen dürfe.
Schreiben ist eine Sache. Lesen ist eine andere. Die eigenen Gedanken, Manuskripte, Gedichte vorzulesen bedarf vielleicht anfangs einiger Überwindung, denn man gibt viel von seinem Gedankengut, seinen Fantasien preis. Aber das Schreiben in Gemeinsamkeit und das spätere Lesen der Texte versetzt in Erstaunen und Bewunderung. Ein und dasselbe Thema wird von zehn Personen so unterschiedlich empfunden, so verschieden angegangen, dass sich die Verschiedenartigkeit, die unterschiedliche Denkweise, die Art, etwas zu sehen, ganz deutlich zeigt. Als mir Frau Sommerbauer die Leitung ihrer Schreibrunde vor mehr als zehn Jahren übertrug, da dachte ich an einen Zeitraum von zwei, drei Jahren. In der Zwischenzeit sind es viele Jahre geworden, Jahre, in denen wir und durch gemeinsames Schreiben sehr verbunden fühlen. Das ist Anni, die Seele der Schreibrunde, die stets für die jahreszeitlich passende Dekoration sorgt; Isolde, die Haiku-Meisterin und Margarete, deren Stärke die Mundartdichtung ist. Liesl verzaubert mit Ischler-Geschichten, Helenes Texte widerspiegeln ihr Temperament, Maria schöpft aus ihrem Erlebnisreichtum, Ursula arbeitet an einem Zyklus aus ihren Jugendtagen im Dorf, Marianne vereint Humor und Weisheit in lyrischen Gedichten und ich? Ich schreibe gerne Kriminalgeschichten. Und unsere gelegentlichen Schreibgäste bereichern fallweise unsere Aktivitäten.
Wir schreiben Gedichte, Kurzgeschichten, Autobiografisches, Kurzkrimis, Elfchen, Haikus, Limericks, Lyrik, Mundartliches, Heiteres und Ernstes. Und man sollte nicht glauben, trotz der Anzahl an Jahren, in denen wir uns mit Ausnahme einer zweimonatigen Sommerpause jeden ersten Mittwoch im Monat um 9 Uhr in der Pfarrbibliothek treffen, sind uns die Themen noch nicht ausgegangen. In unseren gelegentlichen Lesungen präsentieren wir ein Spektrum unserer Arbeiten. Wir sind glücklich, dass wir uns in dem lieb gewordenen Lesesaal der Bibliothek treffen können und ich hoffe, dass uns dies noch eine Weile erhalten bleibt.
Waltraud Gamsjäger



